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Gletscherseele

Tempera auf Papier, 14x10 cm, unten rechts signiert "Basler"
In Privatbesitz in Kriens

Bei der "Gletscherseele" handelt es sich um ein Motiv, das Basler gemäss den Aufzeichnungen seiner Frau mehrfach in verschiedenen Techniken auf Papier oder Leinwand gebracht hat. Die kurze Urner-Sage ist um so wahrscheinlicher der Ursprung für die "Gletscherseele", als sie vom Hüfifirn zuhinterst im Maderanertal handelt. Basler war praktisch jedes Jahr einige Zeit im Maderanertal in den (Mal)Ferien.

Interessant ist, dass Basler das Bildchen signiert hat und zwar nur mit seinem Namen "Basler", also ohne den Zusatz "Kopp". Da er nach seiner Verheiratung grundsätzlich mit "Basler-Kopp" unterschrieb und signierte, dürfen wir davon ausgehen, dass das Bild wahrscheinlich vor März 1905 entstanden ist.

Die nebenstehende Skizze war vielleicht als Pausvorlage für die "Gletscherseele" gedacht, scheint aber dafür schliesslich nicht verwendet worden zu sein, denn die Figur auf dem fertigen Bildchen ist doch um einiges graziler und zierlicher geraten als jene auf der Skizze. Auch die mit 21.4x13.5 cm wesentlich grösseren Masse deuten darauf hin. Vielleicht handelt es sich bei dieser Skizze allerdings auch um ein ganz anderes Vorhaben, wie beispielsweise eine Schwanenjungfrau. Basler hat ja, wie auf dieser Website erkennbar ist, viele Bilder gezeichnet und gemalt mit der Darstellung schon fast ätherisch anmutender weiblicher Wesen, deren Weiblichkeit der Betrachter wie hier mehr von eben dieser Grazilität ableiten muss denn von der mehr als bloss zurückhaltenden Darstellung der Körperlichkeit.